Auf den Spuren des Chinggis Khaan
Die 250 km auf der befestigten Strasse ist für „Offroader“ natürlich eine Pflichtübung. Man betrachtet die Landschaft einfach mit andern Augen, als wenn man auf ein paar Spuren diese irrsinnig weiten Distanzen zurücklegt.
Wegen dieser Abkürzung über die Teerstrasse haben wir nun ausreichend Zeit östlich von Ulan Bator ein touristisches Highlight, die Chinggis Khaan Statue, zu besuchen.
Data 14.09.2024
Heutiges Ziel, Route : von Mandalgobi nach Nalaich zur ChinggisKhaan Statue
| Tagesbeginn : | 08:00 | Gesamtfahrt, Track | 305 km | |
| Einsatzdauer h : | 6h:30m | Fahrtdauer Std: | 4h:15m | |
| Average Speed : | 72 km/h | Treibstoff lt/100km: | 15,00 | |
| Temperaturen °C : | min/max | 8° / 16° Nacht 2° | ||
| Wetter : | 8 Bewölkt, teilweise Sonnig | |||
| Sunrise / Sunset : | 06:28 / 19:05 | |||
| Höhen ü.M. von - bis | / Camp | 1450 - 1600 müM / 1440 | ||
| Koordinaten Camp : | 47.804,107.531 Tracking Siehe > | |||
| Ort am Abend : | Ger+Hotel Ultra Green Resort Nalaich | |||
| Crew Stimmung : | von 1 - 10 | 10 guter Dinge, viel erlebt | ||
Nächstes Ziel, Route : ChinggisKhaan - UlaanBataar Zolo Hotel
Reisebericht
Nach einer kühlen Nacht (2 Grad) wurde ein stahlblauer Himmel präsentiert. Wir haben im „Hotel Gobi“ das Frühstück aus unserem Fahrzeug geholt und in der Wärme das Morgenessen eingenommen. Alle haben so einigermassen auf den holzharten Betten geschlafen. Bei einem sonnigen Tag sieht die Welt sowieso viel schöner aus.

Die Reise nach Nalaich war flach mit wenigen Hügeln gespickt. Eine riesige Steppenlandschaft ohne jegliche Bäume und nur wenigen Tiere wie Schafe, Kühe und Kamele.
Eine Horde Geier hat sich am Strassenrand bei einem Kadaver aufgehalten.


Das letzte Mittagessen haben wir auf einem Hügel mit Aussicht verzehrt. Die Resten wie heisse Wienerli aus Hamburg, im Glas importiert und quadratisches Gummibrot mit Maionaise damit es vielleicht essbar wird.

In der Mongolei kann man viele Produkte aus Deutschland kaufen. Die Frage ist, wie wird das in die Mongolei transportiert.
Man hat hier so viele Tiere, und erstaunlicherweise kann man fast nirgends Fleisch kaufen. Voressen in der Büchse oder sonstwie abgepackt bekommt man kaum.
Auch Metzgereien sieht man in den kleinen Dörfern selten und in den grossen Städten wenig. Fleischverarbeitungs-Betriebe haben wir auch nie realisiert.
Offensichtlich ist der Transport aus der inneren Mongolei aufwendiger und teurer, als aus aller Welt die Waren zu importieren.


Die Strasse Richtung Norden war wie gestern weiterhin löcherig vom vielen Schwerverkehr. Es hat recht viel Verkehr, auffallend sind die vielen rauchende Lastwagen.
Unser Sorgenfahrzeug von Kurt & Thuri steht allerdings mit seiner Rauchfahne den Lastern kaum nach. Also die Zylinderkopfdichtung ist nun wirklich durch. Wir fahren einfach so lange es geht und solange alle 4 Zylinder noch funktionieren. Wir könnten das Fahrzeug ja problemlos stehen lassen. Aus dieser Distanz könnte der Vermieter das Auto einfach zurückführen. Mehr kaputt machen können wir nicht, da die Schmierung der Kolben sichergestellt ist. Wir sind natürlich wie immer sehr froh um die Fachkenntnisse von Hansruedi.
Etwa 50 km vor UlaanBataar sind wir Richtung Osten nach Nalaich abgebogen und haben die monumentale Statue von Dschinggis Khan besucht.
Hier hat es auch von Einheimischen viel Besucherverkehr, und Märkte die mongolische Produkte wie die fermentierte Stutenmilch und den harten Käse verkaufen.

Das monumentale Denkmal besticht durch die Grösse und schöne Verarbeitung. Die Verehrung für den ChinggisKhaan ist hier immer noch sehr gross. Diese monumentale Darstellung wäre bei uns kaum möglich, man denke sich den Wilhelm Tell auf dieser riesigen Plattform….

Das aus Chromstahl angefertigte Monument auf einem mehrgeschossigen Sockel ist eindrücklich. Das rund 20 m hohe Ross mit dem Feldherrn kann man innen besteigen bis auf die Aussichtsplattform auf dem Hals des Pferdes.




Unten im Keller hat es eine kleine Ausstellung über das riesige Reich von ChinggisKhaan, welches im 13. Jahrhundert von China hinunter nach Vietnam, über Russland, das schwarze Meer bis nach Europa reichte. Die Mongolen sind damals vereinzelt bis nach Trieste in Italien vorgestossen. Die Hauptachse der Eroberungen nach Europa hat über Iran und Russland geführt.

In der Nähe haben wir eine Jurten-Unterkunft mit Hotel gefunden. Wir konnten im ‚Ultra Green Resort‘ Hauptgebäude drei Zimmer mit Dusche beziehen. Jetzt sind wieder alle stadttauglich und riechen wunderbar. Die Köchin war ein paar Jahre in Genf und hat gut französisch gesprochen.


Technik
Dieselben Probleme wie bisher, wir geben nicht auf-
Gesundheit
Alle sind gesund.

Camp 47.804,107.531
C+ 09.2024/ml-wb



