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Regen, Schlamm und Pannen

Von der 200 km Fahrt entlang der grossen Dünen haben wir nicht viel gesehen. Der Regen nahm im Laufe des Tages zu und die Sand- und Lehmtracks wurden immer seifiger.
Der Gepäckträger des Fahrzeuges von Kurt und Thuri sind zwei der sechs Dachträger-Befestigungen defekt.
Das Reserverad und Zusatzkanister für den Brennstoff auf dem Dach drohten herunterzufallen. Ein Stossdämpefer macht immer noch Probleme.

Data 12.09.2024
Heutiges Ziel, Route :     von Khongor Els über Bayandalai nach Dalandsadgad

 Tagesbeginn :  08:00    Gesamtfahrt, Track  220 km
 Einsatzdauer h :  6h:30m    Fahrtdauer Std:  4h:30m
 Average Speed :   55 km/h    Treibstoff lt/100km:   16,50
 Temperaturen °C :   min/max    17 / 23°  Nacht 16°
 Wetter :      6 Bewölkt, Regen, Kühler
 Sunrise / Sunset :      06:42 / 19:21
 Höhen ü.M. von - bis  / Camp     1400 - 1650 müM / 1450
Koordinaten Camp :     43.795,102.192  Tracking Siehe >
Ort am Abend :     Hotel Khan Uul in Dalandsadgad
Crew Stimmung : von 1 - 10   9 beruhigt, alles nochmals gut gegangen

 Nächstes Ziel, Route :    Khongor Els - Dalandzadgad

 


Reisebericht

Am Morgen war die Welt noch in Ordnung. Es war zwar bedeckter Himmel aber wir haben ja noch gestern Abend im Camp beim einen Stossdämpfer die unteren Gummis ausgewechselt.
Beim 2. Stossdämpfer konnten wir mit unserem Werkzeug die Schrauben nicht lösen. Wir verschoben das auf heute und dachten in Bayandalay werden wir schon eine Garage finden, welche mit dem richtigen Steckschlüssel das Problem lösen kann.

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Schon früh auf der Fahrt begann es zu tropfen. Bei den gut 110 Km bis nach Bayandalay wurde der Niederschlag immer stärker.

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Die Tracks wurden nasser und seifiger. An den tiefen Stellen begann sich Wasser zu sammeln. Man muss aufpassen dass man keine Spuren wählt, welche durch den wassergetränkten aufgeweichten Boden führt, das könnte bodenlos sein.

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Nach 2 ½ Stunden Fahrt erreichten wir Bayandalay. Auf dem Hauptplatz gab es ein paar Minimarkets und ein Restaurant. Wir haben eine junge Mongolin getroffen, Kaj ist Tour-Guide und sie spricht gut Englisch.
Ihr Chauffeur hat gesagt, dass es in Bayandalay keine richtige Garage gibt, er aber alles reparieren könnte.

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Da der Boden nicht nur nass, sondern auch extrem dreckig war, warteten wir mit der Reparatur bis eine Decke vom Fahrzeug von Kurt und Thuri zur Verfügung stand. Wir entschieden uns, zuerst ein Mittagessen einzunehmen und hofften, dass der starke Regen nachlässt.

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Der Mann hat mit seinem Werkzeug tatsächlich in No time die Gummiunterlagen beim Stossdämpfer ersetzt. Nun bemerkte Kurt, dass der Dachträger lose ist. Der Dachträger war mit einem grossen Reserverad und 60 Liter Diesel beladen.
Das kommt nicht gut. Bei strömenden Regen suchten wir Material, um die Dachträger zu befestigen. Mit einem Gummiteil von einem Schlauch konnten wir mindestens die Halterung an der Dachrinne des Daches festzumachen.
Diese Halterung ist aber von der Dachträgerkonstruktion abgebrochen. Hansruedi hat in seiner Goody-Kiste ein 8mm breites Metallband gefunden, welches man festzurren kann, wie ein Schnellbinder. Das hat aber nicht richtig funktioniert.

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Kurt und Thuri reduzierten das Gewicht, vom Dach, indem sie den Reserve-Diesel in den Tank leerten. Wir sollten von nun an mit der normalen Tankfüllung unsere restlichen Strecken bewältigen können.

Im Tante-Emma Laden fand Jörg ein 3cm breites Stoff-Band. Wir kaufen 5 Meter. Der Meterpreis kostete 25 Rappen.

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Nun banden wir den Dachträger durch die Fronttüren auf das Autodach fest. Mitten in der Fahrerkabine wurde dann die zwei Band-Enden zusammengezogen.
Grundsätzlich fehlte nur noch die Schamanin von Vorgestern, welche mit ihrer Natur-Kraft das ganze Bastel-Paket absegnete.

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Mit gemischten Gefühlen fuhren wir die nächsten 80 Km Richtung Dalandsadgad. Ganz unerwartet hatten wir auf der ganzen Strecke eine Teerstrasse und es goss wie aus Kübeln.
Riesige Wasserlachen auf den Feldern und Strassen begleiteten uns. Also, da hat die Schamanin sicher ihre Finger im Spiel gehabt dass wir das letzte Stück auf einer sicheren Strasse zurücklegen konnten.

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Überglücklich erreichten wir die die überfluteten Strassen der grösseren Stadt Dalandsadgad die sogar einen Flugplatz hat. Es ist die südlichste Stadt der Mongolei und Ausgangspunkt für die Aktivitäten in der Gobi.
Im Zentrum fanden wir schon im ersten Hotel drei Suiten. Die Welt muss schlussendlich Nobel zu Grunde gehen. Dass das Warmwasser in einem Zimmer gleich warm war, wie das Kaltwasser gehört eben zur Mongolei. Ja der liebe Unterhalt.

Wenn wir diese Strecke ‚Offroad‘ hätten zurücklegen müssen, wäre das mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einem Debakel ausgeartet.

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Technik

Der Dachträger vom Auto von Thuri und Kurt ist im Moment das grösste Sorgenkind

Gesundheit

Alle sind gesund aber plotschnass. Die Temperatur ist auf über 2000 m recht kühl.
Wir feiern das gute Ankommen im guten koreanischen Restaurant Yuna.

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Camp    43.795,102.192
C+ 09.2024/ml-wb