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Mongolische Hilfsbereitschaft

Gestern Abend sind wir bei den Mongolen bös unter die Räder gekommen. Die Mongolen Gruppe aus UB hat uns zu Ihrem Camp eingeladen und sie haben alle Register der Gastfreundschaft gezogen.
Am Morgen halfen sie uns auch die defekten Stossdämpfer-Gummis irgendwie zu ersetzen.
So kommen wir spät weg auf den Weg nach Gurvantes und zu den Dino Ausgrabungsorten.

Data 10.09.2024
Heutiges Ziel, Route :      von KhermenTsav nach Dino Nemegt und Gurvantes

 Tagesbeginn :  09:00    Gesamtfahrt, Track  190 km
 Einsatzdauer h :  3h:30m    Fahrtdauer Std:  0h:05m
 Average Speed :   37 km/h    Treibstoff lt/100km:   16,50
 Temperaturen °C :   min/max    16° / 23°  Nacht 12°
 Wetter :      9 Schön, teilweise bwölkt
 Sunrise / Sunset :     06:43 / 19:27
 Höhen ü.M. von - bis  / Camp     1100 - 1900 müM / 1400
Koordinaten Camp :     43.227,101.044  Tracking Siehe >
Ort am Abend :     Hotel Naranbulag
Crew Stimmung : von 1 - 10   8 mühsamer Reisetag

 Nächstes Ziel, Route :    Khongor Els Sanddünen

 


Reisebericht

Nach dem Nachtessen haben wir den Kontakt mit dem Nachbarcamp aufgenommen. Die Männer sind Unternehmer aus UB = Ulaanbataar im Bereich IT-Programmierung, Textil- und Autobranche.
Die 5 Frauen und 7 Männer sind weltgereist und waren im 2021 auch in der Schweiz. Zwei Frauen hatten ihre T-Shirts vom Rheinfall angezogen.
Der Chef oder Specher der Gruppe > Buya hat gut Deutsch gesprochen, er war mehrere Jahre in Deutschland und sein Schwager Chimdee etwas English, aber gut verständlich.

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Die Frauen haben für uns einen Tisch mit Blumen und Kerzen aufbereitet. Dann gab es Whisky und Cola. Die Mongolen Frauen Oyo, Urna, Todoo, Chimgee und Garma  haben gesungen und uns frische Trauben aus Südkorea, gedörrte Früchte, Käse und Süssigkeiten aufgetischt.
Die ganze Gruppe war in jeder Beziehung top ausgerüstet. Mit einem grosser Stromgenerator, hatten man den ganzem Campingplatz beleuchtet. Eine riesen Kühltruhe (1x1m) und eine Musikanlage war im Betrieb. Jedes Paar hatte ein wunderschönes Zelt, der Chef sogar eine Doppelbett mit Bettstatt !!
Wir hatten gute Gespräche und lachten und tranken viel.

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Am Morgen um 9 Uhr, als wir abfahren wollten, sind wieder alle gekommen. Die Frauen haben Filterkaffee gebracht, und die Männer riesige Kisten mit Werkzeug.
Sie wollten unser Auto mit dem defekten Stossdämpfer reparieren. Da kamen Buya, Chimdee, Ama und Ganzo vorbei mit viel Werkzeug, Wagenheber, einer grossen Bohrmaschine zum Schrauben lösen und anziehen wie in einer Garage, dazu Hilfsmaterial wie Schläuche, Gummis und Schrauben .....  
Edik und Oki haben von einem Reserve Reifenschlauch ein breites Gummiband abgeschnitten und damit den fehlenden Gummipuffer gebastelt. Sie hatten sogar Kleber dabei, um das Gummiband zusammenzukleben.
Damit der Haftkleber für das Gummiband trocken konnte, wurden wir ins Camp der Mongolengruppe geleitet und zum 2. Frühstück eingeladen.
Da wir eine längere Fahrt vor uns hatten wollten wir eigentlich ja abfahren, aber die Einladung mussten wir annehmen.
Man hat Mehlsuppe und Fleisch mit etwas Gemüse zum Morgenessen gekocht, und wieder diese Stutenmilch ...
Das sei gut zum regenerieren wenn man am Abend zu viel getrunken habe.     Soso……

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Um 11 Uhr war die Reparatur abgeschlossen. Sie waren mächtig stolz, uns zeigen zu können, wie man in der Mongolei etwas Reparieren kann. OG hat noch Fotos von allen gemacht und Urna hat unsere Autos gesegnet dass wir auch gut ankommen > Danke
Dann gab es ein grosses Goodby mit Umarmungen und Fotos und alle freuen sich auf ein Wiedersehen in der Schweiz.

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Das war ein grossartiges Erlebnis mit dieser Gruppe. Das war wahre Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft > Danke an Buya uns Alle..

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Die KhermenTsav Canyons sind einer der abgeschiedensten Orte in der Gobi, im Umkreis von 150 km hat es keine Nomaden oder Siedlungen.
Die 150 Km Fahrt nach Gurvantes war eine reine Tortur. Mehr als 35 km /h konnte man kaum fahren. Ein „Geholper“ vom Gröbsten.
Auch landschaftlich war die Gegend nicht sehr ansprechend. Überall kreuz und quer Spuren. Es war auch zum Navigieren recht anspruchsvoll.

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Wir haben noch die Örtlichkeiten der Ausgrabungsorte von Dinosaurierskeletten im Gebiet Nemegt gesucht und auch gefunden. Bereits Anf. des 20.Jh wurden hier Ausgrabungen vorgenommen.

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Es wurden in der Gobi bis hinunter nach Khermen Tsav über 80 Dino Arten gefunden.
Die Geschichte des von Russen gestohlenen Tarbosaurus Bataar bewegte die Dinowelt um ca. 1913.
Das Riesenskelett wurde später wieder von New York in die Mongolei zurück geflogen und kann in UB besichtigt werden.
Das kleine Museum in Nemegt war allerdings eine eher enttäuschende Angelegenheit. Mit viel Phantasie konnte man erahnen, dass es sich um die Knochen der Zehen oder Finger eines Dino‘s handelt.

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Gurvantes ist eine Grenzstadt, bis nach China sind es nur 80 km, die grossen Kupfer und Kohleminen werden von den Chinesen ausgebeutet

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Wir sind früh in Gurvantes eingetroffen und haben nach Diesel geschaut. Die Mongolen hatten uns gestern mitgeteilt, dass sie am Sonntag hier kein Diesel oder Benzin bekamen.
Und tatsächlich die 2 Tankstellen waren geschlossen und eine 3. nicht mehr im Betrieb.
Das ist natürlich gar nicht gut, so kommen wir nicht weiter. Wir haben Einheimische angetroffen, welche freundlicherweise für uns herumtelefonierten um uns zu helfen.
Sie konnten schlussendlich eine Tankwartin organisieren die von zu Hause zur Tankstelle kam, aber nur gegen Barzahlung. Da kosten dann 250 lt. Diesel so um die 850‘000 Tugrik oder etwa 0.90E der Liter

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Die Suche nach einem Hotel war auch sehr schwierig. Zwei Hotels waren Ruinen und geschlossen und das Dritte kaum auffindbar.
Schlussendlich hatten wir im Naranbulag drei Zimmer mit Duschen.
Der optische Eindruck war gewöhnungsbedürftig. Die Better waren aber ok und sauber.

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Werner und Marcel suchten die Ersatzgummi für die definitive Reparatur der Stossdämpfer Befestigung.
Dank dem Beschrieb auf Mongolisch von unseren Freunden im gestrigen Camp haben wir die Ersatzteile gefunden.
Ohne diese Unterstützung hätten wir das nie geschafft. Wir kaufte 4 Gummirondellen für umgerechnet 1.50E.

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Daneben war auch ein Restaurant, welches so aber für uns von Aussen nicht erkennbar war.
Wir haben einen Mongolentopf als Nachtessen gewählt. Eine Heizplatte war im Tische integriert und in der Mitte war ein drehbares Karussell mit Gemüse, Fleisch, Teigware, Salat, welches man in den heissen Topf legte, ähnlich wie Fondue Chinoise.
Am Schluss war das ganze Essen mit den notwendiges Saucen und Gewürzen eigentlich recht gut.

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Technik

Der Motor von Kurt und Thuri ist heute normal gelaufen und die Temperatur blieb im normalen Rahmen, es wurden nicht viel Wasser verdampft.
Die Notreparatur der Stossdämpfer hat die 140 km gut überstanden. Wir haben nun Ersatzteile und wechseln es aber erst aus, wenn es notwendig wird.

Gesundheit

Alle sind gesund aber ziemlich auf der „Schnorre“.

Camp    43.227,101.044
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