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Summary

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Lost in der Gobi

Nach dem Mittagessen machten wir Drohnenaufnahmen. Marcel fuhr zurück um Werner aufzuladen.
Die anderen zwei Fahrzeuge haben etwas vorgezogen, da die Strassenverhältnisse eigentlich einfach waren. Da sich die Strassen aber kaum sichtbar verzweigten, haben wir uns verloren.
In der weiten Ebene haben auch die Funkgeräte keine grosse Reichweite.

Data 07.09.2024
Heutiges Ziel, Route :      von KhutagNuur nach Oase1 Gobi

 Tagesbeginn :  08:80    Gesamtfahrt, Track  220 km
 Einsatzdauer h :  7h:30m    Fahrtdauer Std:  5h:30m
 Average Speed :   40 km/h    Treibstoff lt/100km:   15,50
 Temperaturen °C :   min/max    10° / 22°  Nacht 7°
 Wetter :      9 Schön mit Gewölk 
 Sunrise / Sunset :      06:17 / 19:26
 Höhen ü.M. von - bis  / Camp     2200 - 2770 müM / 2110
Koordinaten Camp :     45.213,98.369    Tracking Siehe >
Ort am Abend :     Biwak Camp Lake KhutangNuur
Crew Stimmung : von 1 - 10   8 Grau und Braun dominieren

 Nächstes Ziel, Route :    KhutangNuur . Shinejist- Oase1

 


Reisebericht

Wir sind am Morgen erst um 10 Uhr losgefahren, da wir noch den Bericht via Satellit versenden wollten und wir die Reifen der Autos noch besser pumpen mussten.
Die ersten 100 Km gingen eigentlich problemlos. Es hatte einige schöne Elemente auf der Route, aber der grösste Teil war Pflichtarbeit. Wir durchqueren riesige Ebenen unterbrochen durch ausgetrocknete Wasserläufe.

In Shinejist haben wir getankt und Jörg hat zum Mittag einen feinen Ton-Salat zubereitet. In diesem Dorf hatte es Internet.
Deshalb wurden noch die restlichen Fotos für die Homepage verschickt.

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Einige Kilometer ausserhalb des Dorfes hatten wir einen tiefen Canyon durchfahren. Super schön und ideal für Fotoaufnahmen.
Die Ikonenmalerei an der Canyonwand deutet auf einen Reiseschutzgott hin.

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Die Natur zeigt hier gewaltige Felsformationen als Abschluss der Altai Gebirge. Die Schlucht ist imposant und eine Kamelherde scheint uns auszulachen ….

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Nach dem Canyon kommt die riesige 200 km breite Gobi Ebene, die von 2000m Höhen schräg bis hinunter auf 800 m Höhe führt.
Jetzt wollten wir noch Drohnenaufnahmen mit den Fahrzeugen machen.

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Am Schluss musste Marcel zurückfahren um den Drohnenpilot Werner wieder aufzuladen.
Da die Strecke eigentlich einfach aussah, entschieden wir uns, dass die zwei Fahrzeuge von Kurt und Jörg etwas vorausfahren.

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Die gut sichtbare Strasse führte in die unendliche Ebene hinunter. Als Marcel und Werner los fuhren sahen wir weit unten 2 Staubfahnen.
So nach 10 Minuten Fahren realisierte Werni und Marcel, dass man nicht genau auf der vorgesehenen blauen Route war und einem andern Track folgte. Durch das schnelle vorausfahren ist der Funkkontakt verloren gegangen, in der Ebene ohne Berge oder Hügel als Rückstrahlung ist die Funkreichweite sehr eingeschränkt. Wir sahen in der schillernden Fata Morgana Ferne noch so etwas wie Staubwolken.

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Werni und Marcel wussten das Jürg sich immer gut an die vorgegebene ‚blaue‘ Route hält. Also entschieden wir uns zurück zur Abzweigung zu fahren.
Kein Funkkontakt auf dem CB- und Handfunkgerät. Sie waren offensichtlich schon zu weit in der Ebene. Vielleicht waren das auch Staubfahnen von anderen Fahrzeugen?

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Was tun? Wo liegen die Risiken?
Ein einzelnes Fahrzeug alleine in der menschenleere Gobi ist natürlich nicht ideal, eigentlich gefährlich.
Wir versuchten uns in die Gedankengänge der Kollegen zu versetzen.
Die falsche eingeschlagene Richtung führt mit Umwegen schlussendlich auch zum Ziel. Aber ob das die Kollegen auch wussten und ob sie wirklich die falsche Rote gefahren sind, war uns nicht klar.

Alleine Hinternachfahren als Einzelfahrzeug ist kritischer als Vorausfahren. Wenn etwas passiert dann kommen die anderen ja einmal vorbei.
Das waren so die Gedanken, welche wir bei der Risiko Abschätzung machten. Wir nahmen an dass Jörg zum Schnittpunkt der beiden Routen kommt.

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Wir haben noch 70 Km zum Tagesziel. Marcel und Werni entschieden alleine zum abgemachten Ziel zu fahren, und zwar exakt auf der geplanten ‚blauen‘ Route.
Wir haben ja auch ein Satelliten Kommunikationsmittel, wo wir jederzeit um Hilfe rufen und die exakten Koordinaten übermitteln könnten. Also eine Lebensgefahr besteht nicht, wenn wir alleine weiterfahren.

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Beim Weiterfahren weit und breit keine Kollegen. Die Fatamorgana über der riesig grossen Ebene verhinderte auch das Sehen von Staubwolken oder Erkennen von Fahrzeugen, jede Erhebung wird vergrössert wiedergeben, ist aber kaum erkennbar.

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Unterwegs machten wir Steinhaufen mit unserem Zeichen, am Boden Pfeile und schreiben mit den Füssen ‚Celeste‘ auf den Boden und fuhren mit dem Auto 360 Grad Kreise auf den Grund.
Diese gute Idee der Zeichnung kam uns allerdings erst gegen den 2.Teil der Route auf.

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Eine gute Stunde vor dem Sonnenuntergang erreichten wir die Oase. Die Oase war allerdings ein Flopp. Weit und breit kein Wasser und nicht eine Palme.
Einfach ein paar grössere Büsche und Feuerholz.

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So eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang war für uns klar, dass die anderen 2 Fahrzeuge das Ziel nicht erreichen werden.
Sie werden sicher frühzeitig das Camp aufstellen und Z‘nacht kochen. Für Marcel und Werni heisst das den Apéro alleine Trinken. Zum Glück haben wir noch einige Gramm Übergewicht und können ruhig auf das Nachtessen verzichten.
Wir haben Bier, 10 lt Wasser, ein Sack Nüsse und Biskuits.

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Beim Biertrinken wurde natürlich ausführlich über die Situation diskutiert.
Es gäbe natürlich auch noch die Möglichkeit, dass die anderen zwei Fahrzeuge zurück nach Shinejist fuhren, wo man E-Mail und Telefon Kontakt hat.
Deshalb versuchten wir Doris via das Satelliten Telefon zu erreichen. Leider Fehlanzeige. Kris konnten wir erreichen und mindestens unsere Position mitteilen. Wer weiss, vielleicht hat Jörg zufällig einmal Mobilekontakt.

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Beim Biertrinken realisierten wir, dass der Pneu hinten Links wenig Luft hatte. Also rasch aufpumpen. Aber schon eine halbe Stunde später war der Pneu flach. Ja super, auch das noch.
Da es schon langsam dunkel wurde, haben wir uns entschieden den Pneu nochmals aufzupumpen und jetzt mit dem Wagenheber das Auto hochzuheben.
Den Radwechsel nehmen wir morgen vor, da wir so oder so viel Zeit haben bis die anderen Jungs am Ziel ankommen.

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Beim Berichtschreiben und Foto bearbeiten haben wir die tollen Luftaufnahmen mit dem drei Toyota Fahrzeugen angeschaut.
Genau bei diesen Aufnahmen ist die Strasse nach links abgebogen und niemand hat das realisiert. Das war natürlich Pech, aber keine Entschuldigung, dass man sich verliert.

Wir sind gespannt, was die Kollegen gemacht haben. Was waren ihre Gedanken und Entscheide.
Beim Schreiben dieser Zeilen sind wir optimistisch, dass Morgen ein freudiges Wiedersehen und sicher heftige Diskussionen stattfinden werden.

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Technik

Das Auto von Werner und Marcel hat eine schleichenden Platten eingefangen.

Gesundheit

Alle sind gesund. Sorgen sind bei Marcel & Werni keine vorhanden. Wir fühlen uns sicher.

Camp    45.213,98.369
C+ 09.2024/ml-wb