Unglaubliche Landschaft und Brücken
Auch mit Vollgas geben, konnten wir unser Tagesziel, der See von Tolbo nicht erreichen. Die richtigen Tracks zu finden war navigatorisch anspruchsvoll. Wir hatten neben den schlechten Strassen nicht nur viele Fluss Durchquerungen zu meisten, sondern auch einige heisse Brücken zu befahren.
Data 01.09.2024
Heutiges Ziel, Route : von Khoton Heights nach KhurgonNuur und Buyant
| Tagesbeginn : | 07:00 | Gesamtfahrt, Track: | 170 km | |
| Einsatzdauer h : | 8h:00m | Fahrtdauer Std: | 5h:30m | |
| Average Speed : | 45 km/h | Treibstoff lt/100km: | 17,00 | |
| Temperaturen °C : | min/max | 5° / 18° Nacht 3 | ||
| Wetter : | 9 super schön Schön | |||
| Sunrise / Sunset : | 06:18 / 19:42 | |||
| Höhen ü.M. von - bis | / Camp | 2300 - 2750 müM / 1900 | ||
| Koordinaten Camp: | 48.578,89.550 Tracking Siehe > | |||
| Ort am Abend : | soll TolboNuur > ist Buyant | |||
| Crew Stimmung : | von 1 - 10 | 09 die Fahrt anstrengend, Landschaft schön | ||
Nächstes Ziel, Route : TolboNuur - Chowd Town
Reisebericht
Das nicht geplante Nachtcamp oberhalb dem KhotonNuur See war grundsätzlich gut.
Die Temperatur am Morgen war knapp über dem Gefrierpunkt.
Für Thuri und Kurt im Gruppen-Zelt war es wegen dem herrschenden Wind allerdings unangenehm kalt da das Zelt unten einen Spalt breit offen ist.
Um 09:00 konnten wir losfahren. Nach etwa 18 Km erreichten wir die kleine Siedlung HovdGol mit 8-10 Häusern. Diese Siedlung hat auch eine Tankstelle, aber nur für Benzin.
Der kleinen Laden war ausgerichtet für die Bedürfnisse der Nomaden.


In diesem Weiler hat man Mobile Empfang. Dies war natürlich auch für uns super, um den Liebsten zu Hause ein Lebenszeichen zu schicken.
Vor allem konnten wir unsere Reiseberichte verschicken. Da wir am Abend immer zu wenig Zeit haben, mussten wir in diesem Dorf noch die Fotos von gestern aufbereiten und die Berichte verschicken.
Da sind sofort 1-2 Stunde vorbei, welche uns dann fehlten um unser Tages-Ziel in „Tolbo“ See zu erreichen.

Vor der Überfahrt über die HovdGol Brücke wurden wir durch das Militär kontrolliert, das Permit gesichtet und gefragt wer der Guide sei …, nach ein paar Kilometern hält uns nochmals eine Patrouille auf, nochmals Permit, Pässe, Kontrolle der Fahrzeuge hinten……
Der Patrouillenführer Maxim sprach ein paar Brocken englisch und als wir erzählten wie schön wir die Mongolei finden lenkte er dann schnell ein und wir konnten ungehindert weiterfahren.


In diesem Gebiet hat es einige uralte Grabstätten mit Hügeln , Steinpyramiden und Stoneman, Steinfiguren die nach ca. Osten ausgerichtet sind.


Die Landschaft ist ziemlich anders als bei uns. Die Szenerie ist unglaublich farbig mit weichen Übergängen der Berge und Hügeln. Beschreiben kann man das kaum richtig.

Wir hatten heute auch viele kleine und grosse Wasserläufe zu überqueren. Wenn die Anfahrt zu steil oder das Wasser zu tief ist, sind kleine schmale einfache Holzbrücken gebaut worden.
Diese engen Übergänge sind gewöhnungsbedürftig und es braucht etwas Mut, solche Holzkonstruktionen zu befahren.



Überhaupt war die Navigation nicht trivial. Wir trafen unterwegs einen mongolischen Guide, mit zwei amerikanischen Gästen aus UlaanBaata .
Er hat sich buchstäblich verloren und nur noch wenig Diesel im Tank. Also ohne Navi-Gerät mit einer geplanten Route ist es als nicht Ortskundiger kaum möglich diese Region zu bereisen.

In diese Region kommt man nur über diese beschwerlichen Wege und Strassen. Das heisst, man muss stundenlang über holperige Strassen fahren.
Also ein Massen-Tourismus wird hier zum Glück nie stattfinden können.

Da wir nur langsam fahren konnten, mussten wir in Buyant, ca. 40 Km vor dem Ziel, adhoc unser Nachtlager organisieren.
Thuri und Kurt hatten nur noch wenig Diesel im Tank. Die erste Tankstelle hatte nur Benzin. Zum Glück fanden wir dann eine zweite Tankstelle die den beötigten Diesel hatte.


Die Hotelsuche entpuppte sich zu einem schwierigen Unterfangen. Niemand der gefragten Personen kannte eine Übernachtungsmöglichkeit im Dorf. Der Wind war stark und dunkle Wolken zogen am Himmel auf.
Also nochmals draussen bei Wind und Regen zu übernachten, wäre sehr ungemütlich geworden.
Schlussendlich fanden wir in einem stillgelegten Hotel ein grosses Zimmer, aber ohne Inhalt. Perfekt für uns. Wir haben die Camping-Tische und -Stühle, sowie das ganze Küchenmaterial in den ersten Stock getragen.
Dort haben wir uns gemütlich eingerichtet. Jörg hat wiederum aus dem Nichts ein kreatives Nachtessen hergerichtet. Kartoffelstock an einer feinen einheimischen Viogra-Sauce mit Würstchen-Fleisch.
Zum Dessert gab es Pfirsiche aus der Büchse mit Schlagrahm. Im Dorfladen haben wir zwei Flaschen Wein gefunden.


Thuri und Kurt schlafen in diesem gemieteten Zimmer und der Rest vom Team schläft im Auto-Zelt im Hof zusammen mit einer Kuh und ein paar Katzen.
Heute sollte es nicht kälter als 5 Grad werden. Also kein unüberwindbares Problem.
Technik
Der Tacho vom Fahrzeug von Thuri und Kurt funktioniert nicht mehr. Die Kupplung der Geschwindigkeitsanzeige ist offensichtlich defekt. Das ist nicht tragisch, in der Wüste oder Steppe braucht man keine Anzeige der Geschwindigkeit.
Gesundheit
Alle sind gesund und hungrig.

Camp 48.578,89.550
C+ 08.2024/ml-wb



