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Über Stock und Stein auf der Nordwestroute A15 nach Olgii

Heute sind wir im nordwestlichsten Teil der Mongolei im Bezirk Bayan-Olgii, in Sichtweite der russischen Grenze.
Eine karge, hügelige, Landschaft auf rund 2000m mit wenigen Tieren und Menschen.
Umso mehr, waren die Seen und kleine Flüsse und hie und da ein wenige Grün überraschend.
Wir hatten heute mehrere Flussdurchfahrten und sahen Adler und Kamele.

Data 28.08.2024
Heutiges Ziel, Route :      von Ulaangom auf der Nordwestroute nach Olgii

Tagesbeginn : 06:30   Gesamtfahrt, Track: 300 km
Einsatzdauer h : 8h:00m   Fahrtdauer Std: 6h:00m
Average Speed :  50 km/h   Treibstoff lt/100km:  16,00
Temperaturen °C :  min/max   14° / 26°  Nacht 12
Wetter :     7  teilweise Schön, am Vormittag bedeckt
Sunrise / Sunset :      06:12 / 19:48
Höhen ü.M. von - bis / Camp     1480 - 1685 müM / 0950
Koordinaten Camp:      48.969,89.968         Tracking Siehe >
Ort am Abend:      Olgii im Hotel Bayan Tsambagarav an der Central Plaza
Crew Stimmung : von 1 - 10    09 Langer Tag, anstrengendes Fahren, Müde und dreckig

 Nächstes Ziel, Route :    Nächstes Ziel, Route Olgii - Sagsai - Olgii

 


Reisebericht

Ein bisschen Ausschlafen nach dem anstrengenden Tag gestern tat uns gut , auch wenns nur einen halbe Stunde mehr war….
Nach dem Tanken ging es auf die rund 300 km lange und anspruchsvolle Fahrt.
Wir haben den ganzen Tag dauernd schalten müssen, um die kleinen Hügel, ausgetrocknete Bach- und Flussbette, Wasserrinnen überwinden zu können.
Der tiefste Punkt war 900m und der höchste Pass 2‘700mü.M. hoch.

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Strassen sind auf der Karte wohl eingezeichnet, aber jeder Feldweg ist bei uns besser sichtbar.
Da man kreuz und quer durch das Land fährt, hat es unzählige Spuren. Viele Spuren führen schlussendlich zum gleichen Ziel,
viele aber ins Nirwana. Ja super, welche soll man nehmen.
Dass man da trotz GPS mal die falsche Abzweigung erwischt war klar. Dann heisst es querfeldein wieder zum richtigen Track queren.

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Da ist das Navi natürlich hilfreich. Wir haben Zuhause aufgrund der Karten von Google Earth unsere Tracks gewählt und diese Stecken via Garmin Basecamp in die Navis gefüttert. Diese Basistracks sehen wir als blaue Linie auf unseren GPS. Das war zwar sehr viel Arbeit stellt sich aber als sehr gute Leitlinie heraus. Man kann aber nicht stur dem „blauen Strich“ nachfahren,, sondern man muss den wahrscheinlichen und besten Weg auf Grunde der Topographie im Gelände lesen können.

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Die 300 Km waren gespickt mit Bergen, Schluchten und riesigen Ebenen von 80-100 km. Wir haben im ganzen Tag 2 Autos und 2 Töff und ein Dutzend Runde Jurten der Mongolen-Hirten gesehen.
In der grossen 80km langen Nordwest-Ebene mussten wir ein paar Wasserläufe überqueren. Ein gutes Training etwas Erfahrung in Flussdurchquerungen aufzubauen. Vor Ort ins Wasser steigen und einmal die Tiefe, Fliessgeschwindigkeit zu evaluieren. Mit der Drohne die Weiterfahrt auskundschaften, da wir die Ebene von „Insel“ zu „Insel“ durchqueren mussten.

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Schlussendlich muss immer auch ein Fahrzeug zur Seite stehen, um eine Bergung sicherstellen zu können.
Auch Funkgeräte für die Einweisung sind in solchen Momenten praktisch.
Unsere Durchquerung war einfach und unspektakulär. Deshalb durften auch die „Greenhörner„ ans Steuer und die alten Profis gaben Tipps.

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Nach 6 Stunden Autofahrt sind wir in Olgii, die wichtigste Stadt im Westen mit etwa 40‘000 Einwohner angekommen.
Es hat mehrere Hochhäuser (10 Stöcke). Wir haben nach diesen Strapazen das schönste, grösste und wahrscheinlich teuerste Hotel ausgewählt.
Das Nachtessen haben wir im Restaurant Medianan  Im Obersten Stock mit wunderbarem Rundblick auf die Stadt genossen und die staubige Kehle mit ausreichend Bier gespült, und dabei die gröhlenden / singenden Koreaner negiert.
Nach dem Essen gabs noch einen kulturellen Ausflug ins Olgii Nachtleben auf der Central Plaza, wo wir Spiele wie Darts auf Wasserballoon und und Hau den Lukas ausprobieren mussten.
Die Jungen Mongolen versuchten uns dann zu übertreffen.

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Technik

Die Sorgen mit der Untersetzung mit dem Fahrzeug von Thuri und Kurt.
An sonsten sind die Fahrzeuge robust, und wir gewöhnen uns an den Standard der Mongolen.
So lange etwas Wichtiges läuft, wird es gebraucht. Ein frühzeitiges Ersetzen, generell Unterhalt, kennt man nicht. Und tatsächlich, die Fahrzeuge sind heute massiv staubiger als bei der Übernahme.
Also wieso immer wieder sauber Putzen. Eine sehr effiziente Denkens-Weise, da könnten wir doch etwas lernen………..

Wenn dann Probleme auftauchen sind die Leute sehr hilfreich und kompetent und organisieren alles was sie können.
Sie erkennen klar, dass etwas ersetzt werden muss, und es gibt nie Diskussionen.
In „no time“ ist etwas korrigiert.
Wir werden Morgen in Olgii bei unserem Resevetag das Auto in die Garage bringen und den Kriechgang funktionstüchtig reparieren lassen.

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Gesundheit

Alle sind gesund aber heute am Ende der Fahrt wirklich kaputt.
Das Olgii Nachtleben auszukundschaften war noch kein Thema, die Central Plaza genügte da schon.

Camp    48.969,89.968
C+ 08.2024/ml-wb