Start der Mongolia Expedition
Der erste Tag war ein Auftakt nach Mass.
Der Motor von Kurt und Thuri konnte nicht gestartet werden. Die Batterie war zu schwach.
Überbrücken und starten ist kein Problem, ist es aber sinnvoll mit so einem Fahrzeug ein 5‘000km Trip zu unternehmen?
Data 22.08.2024
Heutiges Ziel, Route : von UlaanBaatar nach Kharakorum
| Tagesbeginn : | 06:15 | Gesamtfahrt, Track: | 370 km | |
| Einsatzdauer h : | 9h:30m | Fahrtdauer Std: | 5h:30m | |
| Average Speed : | 60 km/h | Treibstoff lt/100km: | 15,00 | |
| Temperaturen °C : | min/max | 10° / 23° Nacht 8° | ||
| Wetter : | 3 | Bedeckt, teilweise Regen | ||
| Sunrise / Sunset : | 05:40 / 20:10 | |||
| Höhen ü.M. von - bis | / Camp | 1300 - 1575 müM / 600 | ||
| Koordinaten Camp: | 47.199,102.842 | |||
| Ort am Abend: | Kharakhorum | |||
| Crew Stimmung : | von 1 - 10 | 07 Müde aber guter Dinge | ||
Nächstes Ziel, Route : Tsagaan Nuur Lake + Khorho
Reisebericht
Nachdem wir gestern Abend bis spät die Fahrzeuge eingerichtet haben, waren heute Morgen das ganze Team pünktlich um 0830 beim Morgenessen und Abfahrtbereit. Man hatte noch Zeit für ein paar dumme Sprüche. So um 0815 ist das ausführliche Briefing abgeschlossen, Navigationsgeräte und Funkgeräte ausgetestet.
Mit dem starken Verkehr ist es schwierig in Sichtkontakt zu bleiben, also wurde dieser Teil speziell besprochen. Beim „Motoren-Marsch“ und vorziehen der Autos an die Strasse kam schon die erste Meldung via Funk, dass Kurt den Motor nicht starten kann. Die Batterie ist zu schwach um den Motor ausreichend drehen zu können. Dabei war am Morgen der Testlauf erfolgreich.

6x2 Augen schauten ungläubig in die geöffnete Motorenhaube. Das darf doch nicht wahr sein.
Das Überbrückungskabel im Fahrzeug von Kurt fehlte auch noch. Das passt ein wenig zum Gesamtbild, aber das ist noch kein Problem.
Wir haben ja noch zwei andere Fahrzeuge mit Kabel. Beim Überbrücken mit laufendem Motor des Stromgebers konnten wir beim ersten Versuch noch keine genügende Drehung des Motors erzeugen.
Wir haben die Batterie sicher 10 Minuten laden müssen, bis der Start gelang. Und jetzt ?
Der Telefon Anruf beim Vermieter „Mongolia Drive“ wurde nicht abgenommen.
Wir haben aber nicht nur in die Motorhaube geschaut, sondern auch mit den Händen gefummelt.
Da bemerkten wir, dass das Erdungskabel an der Batterie relativ lose war. Die zu grosse Batterie- Anschluss- Briede war komplett angezogen, aber der Kontakt zur Batterie war ungenügend.
Deshalb hat man eine kleine Schraube zwischen Briede und Batterie Pool eingeklemmt. Eine ganz kreative Idee, wenn man nicht die richtige Anschlussgrösse zur Verfügung hat.
Da wir auch gute Bastler sind, haben wir die Holzschaube einfach tiefer in den Spalt gedreht und damit einen guten Kontakt zur Batterie sichergestellt.

Und jetzt natürlich die grosse Diskussion, was ist sinnvoll. Warten bis der Vermieter im Büro ist und dann zur Garage fahren?
Bei diesem Verkehr ist sofort eine halben Tag vorbei. Wir haben uns deshalb entschieden um 0915 Uhr loszufahren und unterwegs nach Lösungen zu suchen.
Der Verkehr Stadtauswärts war nicht so schlimm wie erwartet und wir erreichten den Stadtrand in rund 45 Minuten.
Die einzige Strasse Richtung Westen hatten enorm viele und aber auch grosse Löcher.
Erbarmungslos wurden die Löcher einfach überfahren. Ein guter Test, ob die Fahrzeuge die späteren holperigen offroad-Tracks auch meistern können.

Um 1245 erreichten wir das kleine Dorf „Erdenesant“ im strömenden Regen.
Ein Restaurant machte einen guten Eindruck war aber voll wegen einem Car.
Also öffnet man einfach eine Türe zu einem Haus. Das erste Haus war ein kleiner Tante Emma Laden.
Beim zweiten hatte es ein paar Tische mit einer Mongolien Familie beim Essen.
Ein Blick in die Küche war für unsere Begriffe eher noch gewöhnungsbedürftig. Eine freundliche Chefin konnte kein Englisch aber besser umgehen mit dem Mobile als ich.
Wir haben mit dem Translater versucht zu kommunizieren. Schlussendlich einigten wir uns für sechs „Spicy Chicken-soup“ mit Reis.
Da kann man doch nicht viel, falsch machen, dachten wir uns.
Nach rund einer Stunde wurde das Essen aufgefahren. War super gut gekocht und unsere Erwartung weit übertroffen.
Kurz vor dem Essen kam dann eine neue mongolische Familie ins Restaurant. Plötzlich sprach die Frau uns in einem sauberen Deutsch an. Wir haben uns köstlich amüsiert.


Im zweiten Teil unserer Tagesreise haben wir dann eine isolierte Sanddüne angetroffen, welche ziemlich ungewöhnlich an das sehr grüne Weideland angrenzte.
Hier wurden Pferde- und Kamel- Reiten zu den Dünnen angeboten.
Bei der Weiterfahrt machten wir noch kurz einen Rechtsabschwung zu 5 Stukas auf einem Hügel.
Dieser heilige Ort der Budisten war wunderschön gelegen.

Bei strömenden Regen erreichten wir schlussendlich die Hauptstadt von Chinggis Khan „Kharkhorum.
Eine Besichtigung war nicht mehr sinnvoll, da wir zuerst ein Hotel suchen mussten.
Ein Campieren bei solchem Hundewetter verschieben wir lieber auf später.
Also steigen wir in einem der besten Hotels ab. 1‘500‘000 einheimische Kreuzer für eine Nacht für drei Zimmer.
Klein, aber sehr sauber und ein schönes Restaurant. Also ein Start vom Feinsten.
Technik/Probleme
Das Sorgenkind ist natürlich der Toyota von Kurt und Thuri. Schwache Batterie oder nur Anschluss-Klemmen ? Seilwinde defekt, keine Überbrückungskabel, während dem Fahren kurzer Ausfall der Geschwindigkeits- Anzeige, der grösste Dieselverbrauch, kein Zusatztank, sondern nur tragbare Plastik-Kanister und auch nur eine Batterie, welche noch schwach auf der Brust ist.
Das kann Kurt aber nicht aus der Ruhe bringen. Unser Neumitglied in der Celeste Abenteuergruppe überzeugt in allen Bereichen.
Morgen sind wir immer noch auf Teerstrasse und da kann nicht viel anbrennen. Deshalb gehen wir optimistisch ans Werk.
Gesundheit
Der etwas unglückliche Start wurde souverän gemeistert und alle sind immer noch gutes Mutes und positiv eingestellt. Das ist die halbe Miete für den Zustand der Gesundheit
Camp 47.199,102.842
C+ 08.2024/ml-wb



