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Heute mussten 100 km auf einer unvorstellbar schlechten Strasse überwunden werden. Die Piste hat teilweise Bachbett ähnliche Zustände. Bei der Einfahrt unter Polizeigeleit nach Kransoyarsk hatten wir einen Unfall. Der Rolls Royce vom Team 4 wurde von einem entgegenkommenden Fahrzeug beschädigt. Personen kamen zum Glück nicht zu Schaden.

Data
Zurückgelegte Strecke: 414 km
Einsatzdauer ca. 10h 10m
Fahrtdauer 7h 10m
Durchschnittgeschwindigkeit: 58 kmh

Ziel- Koordinaten:
Hotel Sibiria N 56° 56.000 E 98° 08.000 Höhe 176 m

Reisebericht

Rund 50 Km nach dem Start wurde die Strasse immer desolater. Die Betonblöcke der Strasse sind gebrochen, die Armierungseisen schauen sogar teilweise heraus, es sieht aus, wie nach einem Bombenangriff. Seitlich konnte man nur bedingt ausweichen, weil die Schulter relativ hoch war. Die Problematik der Strasse in dieser Region ist auf den Untergrund der Tundra zurückzuführen. Der Untergrund ist einfach unstabil und die Strasse bricht unter dem Gewicht der vielen Lastwagen einfach durch.
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Bis zum Mittag hatten wir erst knapp 100 km zurückgelegt und 300 standen uns noch bevor. Zum Glück hat es aber nicht so viel Staub gehabt wie gestern, dafür einfach grauenhaft viele Löcher.
Am Schluss ging’s dann zügig vorwärts und wir erreichten die drittgrösste Stadt Sibiriens - Kransoyarks mit rund einer Million Einwohnern, am späteren Nachmittag.
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Die Polizei erwartete uns ausserhalb der Stadt und eskortierte uns zum Hotel. Da ein entgegenkommendes Fahrzeug seine Geschwindigkeit massiv verringerte, kam es zu einem Auffahrunfall. Das Fahrzeug wurde auf unsere Fahrbahn geworfen direkt vor das drittletzte Fahrzeug der Kolonne, den Rolls Royce des Teams 4. Er konnte nicht mehr voll bremsen und lenkte das Fahrzeug über eine Böschung hinunter, wo es sich überschlug und auf der Seite zum liegen kam. Vier Leute, davon zwei Kinder konnten unverletzt das Auto verlassen. Glück im Unglück, aber auch für unser Team 4. Nicht vorzustellen, wenn der Zusammenstoss eine Sekunde später in die Seite erfolgt wäre. Dem Rolls Royce wurde das Chassis um 6 cm verschoben. Der Kühler steht schrägin der Landschaft und an eine Weiterfahrt ist nicht zu denken.
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Relativ schnell konnte der Konvoi angehalten werden und Jörg Dünki ging zurück zur Unfallstelle, während dem die anderen vorne warteten. Die Russen wollten sofort das Auto bergen und auf die Strasse ziehen. Nur mit grösster Gegenwehr konnte man dies verhindern und die Schadenlage zuerst aufnehmen. Die ganze Situation wurde gefilmt und fotografiert. Das Reisebüro war relativ schnell auf der Unfallstelle und übernahm die Übersetzung. Nach vier Stunden war dann auch das Unfallauto beim Hotel. Morgen wird es sicher nicht an der Weiterfahrt teilnehmen. Es werden nun alle Varianten abgeklärt, was man machen könnte.

Technik / Probleme

Unterwegs hatte der Triumph von Mosimann Team 23 durch Scheuern auf der Holperstrasse einen Kurzschluss auf dem Anlasser, was sich durch starken Geruch bemerkbar machte. Das Kabel wurde anders montiert. Der Starter hat aber nicht mehr funktioniert. Somit müssen wir das Fahrzeug jeweils anstossen. Das Problem ist noch nicht genau evaluiert.

Das Mercedes Team hatte keine technischen Probleme. Um Gewicht zu reduzieren und die Bodenfreiheit etwas zu erhöhen, fuhr der Mitfahrer bei den schwierigen Passagen im Iveco mit.

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Gesundheit

Das Team 22 und 30 sind gesund. Einige Teammitglieder sind echt müde und angespannt. Dass das „Kartenhaus“ bei diesen Stresssituationen bei einigen Leuten kurzfristig zusammenbricht, ist verständlich.

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