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ImageSummary
Mühsamer Grenzübertritt zu Russland mit 8 Stunden Wartezeit für die letzten Fahrzeuge. Beim Begleitfahrzeug konnte Jörg Dünki beim Grenzübertritt den Motor nicht mehr starten.


Data
Zurückgelegte Strecke: 212 km
Einsatzdauer ca. 3h 210m
Fahrtdauer 9h 0m
Durchschnittgeschwindigkeit: 69 kmh

Ziel- Koordinaten:
Ulan Ude Hotel N 51° 50.202 E 107° 34.861 Höhe 537 m

Reisebericht

Um 8 Uhr waren wir am Grenzübertritt. Nach rund zwei Stunden waren die Formalitäten auf der Seite der Mongolei abgeschlossen. Bei den Russen kam dann das ganze zum Stocken. Viel Papier und viel Stempel. Eingabe in den Computer und parallel dazu noch Log führen wie anno dazumal. Die letzten Autos passierten um 1630 den Zoll. Jetzt musste noch 250 km bis Ulan Ude zurückgelegt werden. Man entschied sich zum Glück einzelne Gruppen alleine loszuschicken. Die Fahrt war wunderbar. Die Szenerie änderte sich rasant. Teilweise fühlte man sich wie in Finnland. Föhrenähnliche Bäume, violette, meterhohe Blumen und plötzlich wieder steppenartige Landschaft. Die Häuser waren aus Holz mit blauen Fensterläden. Die Fensterrahmen waren teilweise verziert. Es hatte schon Sibirien ähnliche Ambiente.

ImageDer Organisator bleibt doch nicht in der Mongolei.......

Unsere Gruppe wurde durch ein Polizeifahrzeug eskortiert. Mit Skeptik nahm man diese organisierte Führung an. Marcel Lüthi versuchte mit Zeichungen seine Absicht der Verschiebung den Polizisten bekannt zu geben, wo wir Tanken möchten und die maximale Geschwindigkeit. Der Tross setzte sich zum Erstaunen und Entsetzen mit Blaulicht und Sirene in Bewegung. Das Polizeiauto führ auf der Gegenfahrbahn und zwang alle entgegen kommenden Fahrzeugen auf die Seite der Strasse zu fahren und anzuhalten. Wie die geimpften Affen durchrasten wir die herrliche Landschaft. In den wenigen Dörfern wurde sogar das Megaphon eingesetzt und die Leute angewiesen, Platz zu machen. Alle gehorchten genau den Angaben der Polizei, ausser einer Kuhherde, welche die Strasse in ihren Besitz nahm. Nur mit einer Vollbremsung konnte ein Desaster verhindert werden. Die Polizeiautos wurden „fliegend“ ausgewechselt. Beeindrucken war auch die Organisation der verschiedenen Polizei Distrikte. Schlussendlich fanden wir es auch noch lustig, so zu fräsen. Aber in Zukunft verzichten wir logischerweise auf diesen ‚Service’.

Erst um 20:30 kamen die letzten Fahrzeuge in Ulan Ude an. Das Bier im Hotel war schon um 21:00 ausverkauft, Alles macht einen ziemlich amateurhaften Eindruck. Vieles ist defekt und alles ein wenig schmuddelig.

Internet wie in Steinzeit, sehr langsam.

Technik / Probleme

Beim Zoll konnte der Iveco von Jörg Dünki als letztes Fahrzeug nicht mehr gestartet werden. Zum Glück konnte das vor im fahrende Auto noch angehalten werden. So konnte man unter grossen Schwierigkeiten das schwere Fahrzeug mit einem normalen Oldtimer noch über die Grenze gezogen werden. Schlussendlich fand man heraus, dass ein Ventil, welches man zum Abstellen des Diesel-Motors braucht, einen elektrischen Unterbruch hat. Man schloss nun dieses Ventil an einem Lichtschalter an. Das heisst, damit Motor gestartet werden kann, muss man das Abblendlicht einschalten und zum Abstellen des Motors das Abblendlicht ausschalten.

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Gesundheit

Eine Person im Tross hat eine ernstzunehmende Infektion am Bein.


Weitere Bilder

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