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News
20.06.07 - News per Sat-Tel : - Auf der ersten Etappe nach der Grenze in die Mongolei haben wir das Ziel nicht erreicht -- mehrere Fahrzeuge schwerwiegend defekt - die alten Autos halten die Tortur nicht aus - an einem Fahrzeug ist die Oilwanne gebrochen - Tross in 2 Gruppen geteilt - werden am Strassenrand übernachten ............

Summary

Ein abrupter Einstieg in das Naturstrassenfahren in die Wüste Gobi mit Folgen. Die Fahrer und die Autos waren überfordert. Oelwannenschaden, Stauchungen des Chassis, Auspuff-Verlust (nicht beim Mercedes), freies Übernachten in der Natur, weil man das Camp nicht erreichte oder nicht fand!

Data
Zurückgelegte Strecke: ca. 194 km
Einsatzdauer ca. 15 h 20m
Fahrtdauer 7h 00m
Durchschnittgeschwindigkeit: 25.3 kmh


Ziel- Koordinaten:
nähe Wüste Gobi, Night Camp Strassenrand N 44° 36.319 E 110° 20.207 , Höhe 870 m

Reisebericht

Wir haben früh Erenhot verlassen. Der Chinesische Zoll war schnell abgeschlossen gewesen. Die Übergabe zu den Mongolen verzögerte sich um 2 Stunden, da hier das Schmieren wahrscheinlich in den falschen Hosensack ging. Anstatt sofort loszufahren um die bevorstehenden 180 km zu fahren, hat man bis 3 Uhr Mittagegessen.

Das Fahren auf Naturstrassen bereitete vielen Fahrern Mühe. Schlechte oder keine Organisation, jeweils lange Wartezeiten auf den ganzen Konvoi, grosse Beanspruchung an die Fahrzeuge und nicht angepasste Fahrweise an das Gelände waren die Haupt- Probleme. Die Landschaft entlang der Telegraphenmasten war wunderschön, richtige Steppe wie im Wilden Westen.

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Schon früh hatten aber einige Fahrzeuge technische Probleme. Mit der Zeit und der Erfahrung ging es recht flott. Aber im Gelände kommt man eben nicht mehr als 30 km die Stunde weit. Somit wäre die Ankunftszeit bereits auf 2100 Uhr bei Dunkelheit geplant kalkulierbar gewesen, was man sträflich unterschätzte. Es hat aber eindeutig Passagen zu überwinden, welche für 4 Radfahrzeuge keine Probleme sind, aber für Oldtimer sehr anspruchsvoll sind.

Bei einer dieser Abfahrten entlang der ausgewaschenen Strasse wurde bei einem Fahrzeug die Oelwanne aufgeschlagen. Das Motorenoel lief innert Minuten aus. Ein anderes Fahrzeug verlor bei dieser Passage den Auspuff.

Marcel Lüthi, als erfahrener Wüstenfuchs hat eine unkonventionelle Routenführung über eine mit Sand gefüllte Mulde rekognosziert. Entgegen den Bedenken der Zuschauer fuhr der Mercedes problemlos den kleinen Steilhang hinunter. Danach nahm der Rest des Konvois diese optisch etwas ungewöhnliche Passage.
Für die 4 lädierten Fahrzeuge gab es allerdings kein Weitergehen. Der selbsternannte Chef „Rückwärtiges“ beschloss mit einer Equipe hier zu übernachten und die Reparaturen vorzunehmen. Jörg Dünki und sein Helferteam haben den Riss in der Oelwanne geklebt und alle anderen Defekte repariert. Hansruedi Schäfer war in seinem Element und kochte für 28 Leute Ravioli vom Feinsten. Mit Campfire und viel Whisky wurde ein gemütlicher Abend verbracht.

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Der Rest des Konvois mit dem Mercedes wollte vorwärts fahren zum Camp. Vielleicht erreicht man es noch vor dem Eindunkeln. Die Stimmung des Sonnenuntergangs war einzigartig. Die langen Schatten gaben der Natur unglaubliche Kontrastbilder. Die Stimmung der Teilnehmer nahm aber mit dem Sonnenstand ab und geriet knapp ausser Kontrolle.


Der Spass nahm schnell eine kritische Situation an. Die einheimischen Führer wollten eine Abkürzung nehmen. Der Motorradfahrer oder mindestens der Beifahrer war alkoholisiert und hat sich verfahren. Wir wussten wohl immer, wo wir waren, aber niemand wusste das genaue Ziel. Die Strasse wurde immer schlimmer, um Mitternacht wurde dann auf freien Feld übernachtet. Einige hatten ein Zelt, die Meisten aber gar nichts da bei den kleineren alten Autos nicht noch Zelte mitgeführt werden konnten.

Das Etappenziel beim Kloster Khamar wird aber in der Nacht auch nicht mehr erreicht da auch die Guides bei Nacht den richtigen Track nicht mehr finden.


Technik / Probleme

Der Mercedes vom Team 22 hat all die schwierigen Passagen ohne Schaden bewältigt. Die Auspuffaufhängung hat sich bewährt. Der alte Auspufftopf hatte schon am Start durchgerostete Stellen. Mit den touchierungen sind diese Roststellen nun durchgebrochen. Nun tönt der Mercedes auch so schön wie der Spyker 1907.

Die Tortur über die ruppigen Strassen kostet Nerven und Geduld. Motoroilwanne gerissen, Stossdämpfer defekt, Auspuff abgerissen, Reifen platt und was es da sonst noch gab. Team 30 hat alle Hände voll zu tun mit den vielen Flickarbeiten. Jörg versucht die Oilwanne zu flicken....

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Gesundheit

dreckig und verstaubt,

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