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Summary

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Campieren bei minus 9 Grad

Das Übernachten im Auto bei minus 9 Grad war logischerweise nicht sonderlich komfortabel. Eine Offroad – Fahrt entlang der Bolivianischen Grenze endete in einer Geröllhalde.

Die ersten Eindrücke der  Stadt San Pedro waren zwiespältige. Anstatt sich von den Strapazen am Pool erholen zu können, übten wir uns am Nachmittag beim Suchen von Hotels, Tankstelle und Reparieren des defekten Reifens.  Es lohnt sich definitiv weiterzulesen!


Data 18.11.2017
Heutiges Ziel, Route :      Geisers El Tatio Ausflug an die Bolivianische Grenze, San Pedro

Tagesbeginn : 05:45   Gesamtfahrt, Track: 100 km
Einsatzdauer h : 07h:00m   Fahrtdauer Std: 2h:45m
Average Speed :  58 km/h   Treibstoff lt/100km:  22,0
Temperaturen °C :  min/max   -09° / 31° 
Wetter :     wunderschön, Eiskalt am Morgen
Sunrise / Sunset :     06:40 / 19:55
Höhen Camp / Höchster Punkt   2500 müM   / 4600 müM
Koordinaten Camp:     22°55'28.22" S / 68°12'08.50“ W
Ort :     Hotel Don Esteban  in San Pedro
Crew Stimmung : von 1 - 10     

 Nächstes Ziel, Route : San Pedro mit Valle de Luna und Valle de la Muerte

 Aktuelle «Live Position» und zurückgelegte Route


Reisebericht

Auch bei einer guten Vorbereitung auf die Nacht, waren Temperaturen von minus 9 Grad im Auto kein Schleck zum Schlafen. Die Einten konnten ihre kalten Füsse kaum mehr warm bringen. Da bringt auch ein kuscheliges Hinein-schmiegen in den Schlafsack nicht mehr viel. Auch die mit Eisblumen beschlagenen Scheiben hinderten uns daran den wunderschönen Nachthimmel zu bestaunen. Das Schnarchen des Bettnachbarn zeigt immerhin an, dass hin und da auch jemand geschlafen hat.

Die Trinkflaschen im Auto waren am Morgen gefroren, Das WC war super zum gebrauchen, aber die Feuchtetücher waren eingefroren und konnten nicht verwendet werden. Es war logischerweise auch buchstäblich Arschkalt beim Verrichten der Notdurft.

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Um 6 Uhr Tagwache. Jeder hat rasch die Arbeitskleider über das Pyjama angezogen und hinein in die kalten Jacken. Nach etwas „örgeln“ waren die Motoren angesprungen und die vereisten Scheiben aufgetaut. Wir verschoben uns direkt zu den Geysiren. Zwischen 6 und 7 Uhr kamen dann die vielen Busse von San Pedro mit ca. 300 Personen um das Naturschauspiel der dampfenden und sprudelnden Löcher zu verfolgen.

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Das Schauspiel hielt sich allerdings in Grenzen und entsprach nicht unseren grossen Erwartungen. Wegen der kalten Temperaturen hat es in der Luft sehr viel Dampf gegeben und man sah die erwarteten Fontänen nicht sonderlich gut.

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Bei der Rückfahrt zum Camp gab es dann beim letzten Fahrzeug mit einem Parkaufsicht Wächter noch Diskussionen über das klar angezeigte gesperrte Gebiet. Wegen den begrenzten Sprachmöglichkeiten konnten wir uns aber aus dem Staub machen.

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Die Tische wurden aus dem Zelt an die wärmende Sonne aufstellt. Jörg bereitete das Morgenessen vor und der Rest musste das Zelt abräumen und versorgen. Nachher gab es Morgenessen, Zeit für Toiletten, und das Pyjama & die Bettsocken auszuwechseln. Nach rund zwei Stunden und nach einem Briefing (Besprechung der Routenführung) waren wir bereit zur Weiterfahrt.

10 dscn5255pWir wollten auf einer Nebenstrasse entlang der Bolivianischen Grenze nach San Pedro fahren. Wieder so komische Schilder am Strassenrand (Strasse in schlechten Zustand oder so) und eine kleine Strassensperre. Für einen versierter Offroad-Fahrer natürlich kein Problem zum Umfahren.

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Die sich dahinwindende Strassenführung brachte uns immer wieder zu eindrücklichen Aussichtspunkten.

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Beim Start des Abstiegs war dann die Strasse sehr stark erodiert und kaum mehr vorhanden. Tiefe Gräben und grosse lose Steine in der Fahrbahn hinderten uns an einer Weiterfahrt. Auch die Analyse durch Werni und Marcel gab nur eine Antwort: Rückkehr ! Der Aufwand die Löcher mit Steinen auf 4000m Höhe zu füllen und das Risiko stecken zu bleiben, oder das Fahrzeug zu beschädigen, war zu gross.

15 dsc 0683pDer eindrückliche  Ausblick in die Tiefebene von San Pedro (2500m) gab uns einen guten Überblick für die nächsten Tage.

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Etwas verspätet sind wir in San Pedro auf der normalen Strasse angekommen. Ein Hotel hatten wir nicht gebucht. Reto, unser Emergency Manager, hat uns ein Hotel für eine Nacht vorsondiert. Hotels für mehrere Nächte, waren schwierig zu finden.

Also fuhren wir in ein Luxus Hotel mit Pool im Zentrum. Logischerweise war es ausgebucht.  Aber die freundliche Seniorita an der Rezeption war über unsere Swiss Schöggeli so entzückt dass sie sicher ein halbe Stunde lang herumtelefoniert hat. Sie fand für uns schlussendlich etwas ausserhalb der Stadt eine angemessene Unterkunft.  

Die Strassen sind in San Pedro sehr eng, es hat viele Einbahnen und nichts ist angeschrieben. Höchste Anforderung an unsere „Map.me“ Applikation den Weg zu finden. Das GPS Signal war zwischen den Häusern auch oft gestört. Also war der Computer dauernd am Rechnen. Der Staub in den engen Strassen war unglaublich.

Das Hotel war von aussen eine Katastrophe, Innen aber tip top. Die kommunikative Chefin Susanna von der Casa Don Estoban, war Schokoladen Liebhaberin. Sie konnte uns nach dem fünften Swiss Schöggeli noch ein 4tes Zimmer für unseren grössten „Schnarchli“ organisieren.

Technik

Für das Tanken der Fahrzeuge mussten wir wieder in die Stadt fahren. Ein Vergleich mit einem Spiel im Irrgarten. Schon wieder in einer Sackgasse oder Einbahn, es ist zum Verzweifeln!

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 Schlussendlich fanden wir sogar noch einen Gommero (Pneuflicker), welcher unseren Pneu inklusive Montage für 7 Franken reparierte (Loch galvanisieren).

 Gesundheit

Alle sind gesundheitlich auf Damm. Die Höhe von 4500 spürt man natürlich, wenn man arbeiten muss. Da ist eine richtige Atemtechnik wichtig.

Gesundheits-Rating:  7 von 10

Camp Koordinaten zur direkten Eingabe in Google Earth, kopieren, einfügen im Sichtfenster, Suche drücken:

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